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Erinnern Sie sich noch? Der närrische Heinz Schenk

Hommage von Kurt Spielmann begeisterte das Publikum im AGAPLESION SIMEONSTIFT

Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Mitarbeitende und Gäste des AGAPLESION SIMEONSTIFT freuten sich auf den Nachmittag, der an den Pionier der Deutschen Fernsehunterhaltung, Heinz Schenk, erinnern sollte. Im bunt geschmückten Festsaal empfing uns der Großwallstädter Schauspieler und Regisseur Kurt Spielmann, der ein enger und langjähriger Weggefährte von Heinz Schenk war. Schon die Kulisse wies auf den ehemaligen Bembelwirt hin und als Kurt Spielmann sein Publikum in Frankfurter Mundart begrüßte, stimmten fast alle Bewohner in das Lied „Witzigkeit kennt keine Grenzen“ ein.

Heinz Schenk moderierte in 21 Jahren 134 Mal die Sendung „Zum Blauen Bock“ und brachte damit viel Freude in die Samstagabende der Menschen. Der Vorzeigehesse wurde von Kurt Spielmann so stilecht parodiert, dass alle Zuschauer meinten, Schenk stehe leibhaftig vor ihnen. Und als das wohl bekannteste Lied „... wo riecht der Handkäs nach Jasmin – nur im Blauen Bock“ erklang, trällerten alle hessischen Bewohner des Simeonstifts feste mit.

Spielmann erwähnte in seinem Programm auch andere Fernsehprominenz: Die Blaue Bock-Wirtin Lia Wöhr, Lou van Burg, Peter Frankenfeld, Hans-Joachim Kulenkampff. Ihre Namen wurden vom Publikum mit einem heftigen Nicken oder lautstarken „Ja“ goutiert. Auch wenn die Sendungen zuerst nur schwarz-weiß ausgestrahlt wurden, waren sie überaus beliebt, ebenso wie die Familienserie „Firma Hesselbach“mit Lia Wöhr, Edith Hanke u. a. aus dem Jahr 1960 oder die mehrteilige Fernsehverfilmung der Krimis von Francis Durbridge, die wegen ihrer hohen Einschaltquoten auch als „Straßenfeger“ bezeichnet wurden.

Heinz Friedrich Schenk wurde am 11.12.1924 in Mainz geboren und stand schon früh dort „in der Bütt“. Ratzfatz zog Spielmann die Narrenkappe auf und gab die ausgegrabene alte Büttenrede von Schenk „Ich redd net übber Politik“ zum Besten.

Spielmann erzählte auch viel über den Menschen Heinz Schenk, der in seiner Ehefrau Gerti die große Liebe gefunden hatte, 62 Jahre mit ihr verheiratet war und nur wenige Monate nach ihrem Tod im Alter von 89 Jahren am 1. Mai 2014 starb. Da Heinz Schenk keine Kinder hatte, war seine „Mama“, wie er seine liebe Frau nannte,  die wichtigste Person in seinem Leben.

Schenk galt als schwieriger Zeitgenosse und Misanthrop, der sowohl in seinem Beruf als auch im Privatleben als Perfektionist agierte. Als mögliche Erklärung für Schenks „Miesepampeligkeit“ führte Spielmann die Kindheit des gebürtigen Mainzers an, dessen Mutter als Halbjüdin während der Nazizeit verfolgt und inhaftiert wurde.

Kurt Spielmann wurde für seine intelligent und amüsant aufbereitete Hommage an Heinz Schenk mit lang anhaltendem Applaus belohnt. Sie endete mit dem Refrain aus dem Lied „Das ganze Leben ist ein Zirkus“, bei dem Spielmann sich eine Clownsnase aufstülpte und somit ein Teil von uns – dem Publikum – wurde.

Bericht: Daniela Brückner

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